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Den
meisten Säuglingen macht das Planschen und Spielen in der Badewanne
großes Vergnügen. Um die Bewegungsfreude der Kinder im Wasser zu
fördern, werden in manchen Städten heute bereits Schwimmkurse für
Säuglinge angeboten. Allerdings sollte man wissen: Richtig schwimmen
kann ein Säugling eigentlich noch nicht. Er macht eher Reflexbewegungen.
Die Voraussetzungen für das technische Schwimmen, nämlich einen
gut aufeinander eingespielten Bewegungsablauf aller Körperteile,
eine angepaßte Atemtechnik und ein gewisses Verständnis besitzt
das Kind im allgemeinen erst gegen Ende des 2. Lebensjahres.
Man
kann aber schon ab dem 2. Lebensmonat mit dem Schwimmspiel beginnen.
So können schon sehr früh Reflexe zu bewussten Bewegungsabläufen
erweitert werden und zu einem freien Fortbewegungsspiel des Säuglings
im Wasser führen. Das Wasser wird eigens für die Kleinen auf mindestens
32 Grad Celsius erwärmt. Außerdem gehört eine besonders hygienische
Kontrolle des Wassers dazu. Geschulte Schwimmlehrer können den Eltern
die entsprechenden Anweisungen geben. Besondere Hilfsmittel, wie
Schwimmflügel, sind nicht nötig.
Das
Kind lernt, sich frei zu bewegen, gestützt auf die breitgefächerte
Hand der Eltern oder mit Hilfe eines Schwimmrings.
Drei
Dinge sollten Sie dabei beachten:
1.
Das Wichtigste ist: Kein Zwang! Wird das Baby nämlich gezwungen,
eine Tätigkeit auszuüben, die ihm widerstrebt, so wird es nicht
nur in seinem augenblicklichen Wohlbefinden beeinträchtigt, sondern
kann auch eine langanhaltende Abneigung gegen diese Tätigkeit entwickeln.
2.
Die Eltern sollten nicht zu ehrgeizig sein und keine schwimmenden
Wunderkinder erwarten.
3.
Auch wenn das Kleinkind schwimmen kann, muß es im Wasser beaufsichtigt
werden, weil seine Vernunft noch nicht ausreicht, seine Fähigkeiten
richtig einzuschätzen.
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