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Dr.
Michael Mühlschlegel, Lauffen a.N.
Magen
und Darminfekte mit Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall kommen
zu jeder Jahreszeit vor, besonders häufig aber in der warmen
Jahreszeit. Ursache sind meist Viren, in selterenen Fällen
auch Bakterien. Diarrhöen (vom griechischen "diarrhoin":durchfliessen)
werden auch bei manchen Medikamenten, vor allem Antibiotika, hervorgerufen.
Im
Vordergrund steht bei allen Formen der Magen-Darminfekte ein oft
sehr großer Flüssigkeitsverlust innerhalb kurzer Zeit.
Vor allem Säuglinge und kleine Kleinkinder können dadurch
sehr schnell in eine bedrohliche Situation kommen und sollten deshalb
immer einem Kinderarzt vorgestellt werden.
Für
alle Altersgruppen gilt: Trinken, trinken, trinken. Ideal sind fertige
Zucker-Salzmischungen aus der Apotheke, die in Wasser aufgelöst
werden; oder man löst ½ Teelöffel Salz und 5 Teelöffel
Traubenzucker in einem ½ l Wasser auf, sowie etwas Orangensaft
als Geschmacksverbesserer. Ungeeignet sind stark zuckerhaltige Erfrischungsgetränke,
Cola, gesüßte Fruchtsäfte und gesüßter
Tee, da sie durch ihren hohen Kohlenhydrat- und niedrigen Natriumanteil
den Durchfall sogar verschlimmern können. Auch Milch und Milchprodukte
sind ungeeignet.
Faustregel
für die benötigte Trinkmenge in 24 Stunden:
Säuglinge 120 ml/kg Körpergewicht, Kleinkinder 80ml/kg
Körpergewicht und Schulkinder 50ml/kg Körpergewicht.
Zum
Essen eignen sich Salzgebäck, Zwieback, Bananen, geriebener
Apfel, Karottengemüse oder Karottensuppe. Fetthaltige oder
schwer verdauliche Lebensmittel sollten gemieden werden.
Sogenannte Durchfallmittel sind, bis
auf wenige Ausnahmen, wirkungslos und sollten nur nach Rücksprache
mit dem Kinderarzt eingenommen werden.
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