Fragen und Antworten    
         
    Auf diesen Seiten beantworten die Kinderärzte der Region Heilbronn Fragen zu Themen rund um die Kinderheilkunde.      
         
Kampf der Kopflaus    
         
    Wenn's quälend juckt auf dem Kopf      
           
   

Dr. Michael Mühlschlegel, Lauffen a.N.

Viele Eltern sind entsetzt und schämen sich, wenn bei Ihren Kindern Kopfläuse festgestellt werden. Dabei sind Kopfläuse der häufigste Parasit bei Kindern und der Befall erfolgt unabhängig von persönlicher Hygiene oder gar sozialem Status.

Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Kleidung, Kämme und Betten oder wenn Kinder die Köpfe zusammenstecken und Jacken, Schals oder Mützen austauschen. Deshalb treten die Kopfläuse auch gehäuft in Kindergärten und Schulen auf mit einem Altersgipfel zwischen dem fünften und zehnten Lebensjahr.

Typisches Symptom ist ein quälender Juckreiz der Kopfhaut, der vom Speichel der Parasiten herrührt. Bevorzugter Niederlassungsort der Kopfläuse sind die Haare hinter den Ohren, in der Nackengegend und an den Schläfen, da an diesen Stellen durch das dichtere Haar die optimale Temperatur für die Eiablage herrscht. Zu sehen sind die Plagegeister oft nicht, da sie wenig kontrastreich zur Haarfarbe ihres Wirts sind. Meist sieht man nur die Eihüllen, die sogenannten Nissen, die als kleine, weiße, nichtabwischbare Pünktchen an den Haaren kleben.

Die in Deutschland zur Behandlung zugelassenen Mittel haben keine Langzeitwirkung und sind nur schwach Nissen abtötend, weshalb die Behandlung nach einem Intervall von acht bis zehn Tagen wiederholt werden muss. Nach dem Abtöten der Läuse müssen die Nissen mit einem "Nissen-Kamm" aus Metall sorgfältig ausgekämmt werden. Die ist, vor allem bei Personen mit sehr dünnem Haar, oft eine sehr zeitaufwändige und mühselige Prozedur. Eine Spülung mit einem lauwarmem 1:1 Essig-Wasser-Gemisch erleichtert diese Arbeit etwas.

Genauso wichtig wie die Behandlung selbst ist aber auch die Kontrolle aller Kontaktpersonen in der Familie, im Kindergarten oder der Schule.
Kämme, Handtücher, Bettzeug, Haarbürsten, Unterwäsche und Oberbekleidung müssen ca. 10 Minuten bei 60° gewaschen werden. Nicht waschbare Textilien, Stofftiere oder andere Gegenstände können durch Lagerung in der Tiefkühltruhe bei -20° über 3 Tage lausfrei gemacht werden oder in einem luftdichten Plastikbeutel über 3 Wochen bei Zimmertemperatur.

Eine Wiederzulassung der Erkrankten zum Besuch von Kindergarten oder Schule ist möglich, wenn der behandelnde Arzt bescheinigt, dass der Patient frei von Läusen und Nissen ist.

Kostenlose mehrsprachige Informationen für Eltern und Mitarbeiter in Gemeinschaftseinrichtungen sind bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in 51101 Köln erhältlich.

     
         
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