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Dr.
Michael Mühlschlegel, Lauffen a.N.
Sie
gehören zur warmen Jahreszeit wie der Freibadbesuch und das
Grillfest: Stechmücken, Schnaken, Bienen ,Wespen und Hummeln.
Für die meisten Menschen sind ihre Stiche harmlos und verursachen
nur eine lokale Rötung oder Schwellung und oftmals auch einen
unangenehmen Juckreiz. Auch Bienen-, Hummel- und Wespenstiche hinterlassen
in den meisten Fällen nur eine schmerzhafte Einstichstelle.
Gefährlich
sind sie nur für Menschen, die auf diese Stiche mit einer sehr
starken Allergie reagieren oder wenn die Stiche in den Mund-
und Rachenraum erfolgen. Vor allem Kleinkinder sind von Bienen-
und Wespenstichen in den Mund gefährdet, wenn sie die im Saftglas
oder in der Getränkedose schwimmenden Bienen oder Wespen übersehen.
Durch den Stich in den Mundraum schwillt die Schleimhaut sehr schnell
an, und es kann die Gefahr bestehen, daran zu ersticken. Um diese
Gefahr zu vermeiden, sollten Kinder im Sommer Getränke generell
nur mit einem Strohhalm trinken; man sollte außerdem
darauf achten, dass Flaschen, Dosen oder Gläser nicht offen
stehen bleiben. Und man sollte aufpassen beim Essen von Süßigkeiten
oder Eis im Freien.
Was
tun, wenn es trotz aller Vorsicht zu Stichen kommt? Bei Stichen
von Stechmücken, Schnaken oder anderen Stechfliegen am Körper
reicht in der Regel Kühlung der Einstichstelle, bei starkem
Juckreiz können sogenannte antiallergische Gele helfen; bei
Bienen- und Wespenstichen am Körper sollte der Stachel entfernt
werden, die Einstichstelle sollte man kühlen.
Bei
Stichen in den Mundraum Kind beruhigen, ständig Eis lutschen
lassen, kalte Umschläge um Nacken und Hals machen und Atmung,
Kreislauf und Bewußtsein kontrollieren. Und man soll natürlich
sofort den nächstgelegen Arzt aufsuchen oder den Notarzt rufen.
Hinweise
auf eine starke allgemeine allergische Reaktion des Körpers
auf einen Stich sind Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl,
Atemnot, Angstzustände und Benommenheit. Auch in einem solchen
Fall sollte sofort der Notarzt gerufen werden.
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