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Es
handelt sich bei der Grippe um einen besonders schweren, virusbedingten
"grippalen Infekt", der mit Schnupfen, Husten, plötzlichem
hohem Fieber, starkem Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Kollapsneigung,
Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht. Dazu bestehen häufig
Kopfweh, Bauchweh, Übelkeit und Erbrechen.
In
Mitteleuropa tritt die Grippe meist in der Winterzeit von Dezember
bis April in Epidemien auf. Die echte Grippe ist von vielen "grippeähnlichen"
Infektionen ("grippalen Infekten" ) zu unterscheiden.
Meist verläuft die Grippe im Kindesalter gutartig.
Die Grippe kann aber unangenehme und
schwerwiegende Komplikationen haben. Möglich sind eine Mittelohrentzündung,
Nasennebenhöhlenentzündung, eine Lungenentzündung,
der Grippekrupphusten und auch eine Herzmuskelentzündung mit
Rhythmusstörungen.
Wer sollte geimpft werden?
Kinder, Jugendliche
und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung
als Folge eines Grundleidens wie z.B. chronische Lungen-, Herz-,
Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankheiten, Diabetes und andere
Stoffwechselkrankheiten, Immunchwäche, HIV sowie ältere
Patienten über 60 Jahre, medizinisches Personal und Personen
in Einrichtungen mit reichlich Publikumsverkehr sind besonders gefährdet
und sollten nach den öffentlichen Impfempfehlungen vorrangig
geimpft werden, alle aber bei drohender Epidemie. Die Impfung muß
bei Kindern bis zum Alter von 12 Jahren zwei mal im Abstand von
4 Wochen, bei Erwachsenen nur einmal durchgeführt werden, möglichst
im Herbst. Sie empfiehlt sich dann jedes Jahr einmal neu, wobei
der Impfstoff jedesmal der aktuellen epidemiologischen Weltsituation
angepasst wird, da sich die Grippeviren schnell verändern können.
Für die echte Grippe
gibt es auch Medikamente, die das Virus direkt hemmen, und die vorbeugend
und therapeutisch eingesetzt werden können.
Komplikationen der Impfung
Die Grippeimpfung
ist meist gut verträglich. Akut Erkrankte, Rekonvalsezente
und Inkubierte sollten nicht geimpft werden. Lokale Rötungen
mit Schwellung und Schmerzen sind möglich und vorübergehend,
genauso wie Allgemeinreaktionen mit Kopfschmerzen, Temperaturerhöhung
und Krankheitsgefühl. Allergische Reaktionen sind selten. Sehr
selten wurden entzündliche Erkrankungen des Nervensystems nach
der Impfung beschrieben. Ein sicherer Zusammenhang ist dabei nicht
sicher nachzuweisen.
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