|
Dr.
Michael Mühlschlegel, Lauffen a.N.
Verursacher
von Erkältungen sind in den meisten Fällen Viren.
Hat man eine Erkältung überstanden, wird man vom gleichen Virus
nicht noch mal krank - der Körper ist immun gegen ihn. Leider gibt
es allein einige hundert Viren.
Zur
Vorbeugung gilt für fast alle Altersgruppen: ausreichend Bewegung
in frischer Luft und vitaminreiche Kost in Form von frischem Obst,
Gemüse oder Salat. Und für alle Erwachsenen und größeren Kinder
ist der regelmäßige Saunabesuch nicht nur eine hervorragende Methode,
um sich zu entspannen. Man trainiert auch den Kreislauf und sein
Immunsystem.
Und
wenn man sich trotz allem erkältet - hier die Tips erfahrener
Kinder- und Jugendärzte:
Schnupfen:
Bei
zähem Schleim in der Nase tut ein Kochsalzlösung gut, als Spray
oder mit einer Pipette als Tropfen, die einfachste und beste Lösung.
Abschwellende Nasentropfen oder-sprays sind nur sinnvoll, wenn die
Kinder nachts keine Luft durch die Nase bekommen und deshalb nicht
schlafen können; außerdem bei Säuglingen, die beim Trinken an der
Brust oder aus der Flasche auf eine freie Nasenatmung angewiesen
sind.
Zusätzlich
die Zimmer öfters lüften und vor allem bei Nacht darauf achten,
dass das Zimmer nicht zu warm(18° sind ausreichend) und die Luft
nicht zu trocken ist. Dazu reicht es meist, ein feuchtes Handtuch
im Zimmer in der Nähe des Betts aufzuhängen oder den Wäscheständer
mit feuchter Wäsche ins Zimmer zu stellen. In der Regel dauert es
so 1 bis 2 Wochen, bis der Schnupfen allmählich verschwindet; bei
kleinen Säuglingen kann das auch mal 3 bis 4 Wochen dauern. Und
für die Anwendung abschwellender Nasentropfen gilt wie für alle
Medikamente: "So lang wie nötig und so kurz wie möglich"!.
2.
Husten
Husten
ist ein Abwehrreflex des Körpers gegen etwas "Fremdes" in der Luftröhre.
Bei Erkältungskrankheiten ist dieses "Fremde" Schleim, der die Atmung
behindert und den der Körper deshalb durch Abhusten loswerden möchte.
Deshalb macht es in den allermeisten Fällen auch keinen Sinn, diesen
Reflex durch die Gabe sogenannter Hustenstiller oder Hustenblocker
zu unterdrücken.
Wichtig
ist in erster Linie, den Kindern das Abhusten des zu Beginn des
Infektes oft sehr zähen Schleims zu erleichtern. Da zu ist erforderlich,
dass die Kinder eine ausreichende Menge an Flüssigkeit trinken,
am besten in Form von Wasser, Mineralwasser oder Fruchtsaftschorle.
Auch die Inhalation von Kochsalzlösung mit einem elektrischen Inhalationsgerät
kann sinnvoll sein. Sehr zurückhaltend sollte man bei Kindern mit
Inhalationshilfen sein, bei denen Dampf von heißem Wasser inhaliert
wird, denn zu groß ist die Gefahr, dass sich die Kinder mit dem
kochenden Wasser verbrühen. Die zusätzliche Gabe schleimlösender
Hustensäfte auf pflanzlicher oder chemischer Basis kann in einigen
Fällen hilfreich sein, wobei Voraussetzung ist, dass die Kinder
ausreichend Flüssigkeit trinken.
Dem
Kinderarzt vorgestellt werden sollten hustende Säuglinge, Kinder
mit Atemnot beim Husten und alle Kinder, die länger als 3 Wochen
husten.
|